Knabberfisch-Therapie – Fischtherapie mit dem Knabberfisch / Kangalfisch
Die aus Kangal (im Süden der Türkei) stammenden Kangalfische werden häufig auch als Knabberfische bezeichnet. Der Knabberfisch findet inzwischen in immer mehr Bereichen der Hautpflege Anwendung.
In Deutschland ist der gewerbliche Gebrauch der Fische gesetzlich reguliert und unterliegt Hygiene- sowie Tierschutzvorschriften.
Bei Psoriasis liegen zwei kontrollierte Studien vor, die eine spürbare Verbesserung des Hautbilds und weniger Juckreiz zeigen (Özçelik et al. 2000; Grassberger & Hoch 2006, Medizinische Universität Wien). Für Neurodermitis und andere Hautprobleme stützt sich die positive Einschätzung eher auf Erfahrungsberichte als auf kontrollierte Studien. Bei der Anwendung werden die betroffenen Hautflächen zusammen mit den Fischen ins Wasserbecken gehalten. Durch die sanfte Mikromassage beim Knabbern lindern die Fische Juckreiz und tragen abgestorbene Hautschuppen mechanisch ab, ähnlich einem sehr sanften Peeling.
Zur Richtigstellung, weil sich das Gerücht hartnäckig hält: Die Fische produzieren kein “Dithranol”. Diesen Namen trägt tatsächlich ein Medikament gegen Psoriasis – ein Laborprodukt, keine Substanz aus einer Fischdrüse.
Weitere Namen für den Garra rufa sind Kangalfisch, Doktorfisch, Knabberfisch und rötliche Saugbarbe.
Neben dem gesundheitsbezogenen Einsatz nutzen auch Beauty-Salons, Kosmetikstudios und Wellness-Einrichtungen die Fische, um ihren Gästen ein glatteres, weicheres Hautgefühl zu bieten – bekannt als Fisch-Spa oder Knabberfisch-Spa. Diese Form der Fischwellness ist außerhalb Deutschlands bereits deutlich weiter verbreitet.
